Fun und Action bei den Gälfiaßlern!!!
Unser alljährliches Zeltlager fand diesesmal vom 8. bis zum 15. August 1998 in Ohlsbach im Kinzigtal statt. Zur kurzen Orientierung: Ohlsbach liegt genau zwischen Ortenberg (bekannt von der Volkstanzwoche) und Gengenbach (bekannt von Deutschlands größtem Adventskalender).
Das Leitungsteam, Hans-Peter Haas, Ursel Hohner, Monika Stoll, Jörg Hohner, Gisela Schmid und Markus Walker, traf sich schon einen Tag vor dem offiziellen Beginn, um die Zelte aufzubauen. Wir wurden von einigen Mitgliedern der Trachtengruppe Ohlsbach, die dem Bund Heimat- und Volksleben angehört, tatkräftig unterstützt und möchten uns auch an dieser Stelle nochmals recht herzlich dafür bedanken.
Am Samstag mittag war Anreise der 20 Teilnehmer und es begann das gegenseitige "wie riechst denn du und was bist du denn für einer ". Nachdem sich nun alle ein bißchen beschnuppert hatten, wurden die Zelte aufgeteilt und die Arbeit konnte beginnen.
Als erstes galt es nun, Wassergräben zu ziehen, was bei der andauernden Hitze einige Überredungskunst kostete, denn wer glaubt schon an Regen bei 35 ° C. Aber der Regen kam, nur kurz, aber dafür heftig.
Der Donnerbalken wurde getarnt, das Bannerloch gebuddelt, eine Feuerstelle errichtet und Holz fürs erste Lagerfeuer aus dem Wald geklaut.
Schon konnte das Abenteuer mit der Affenpfote und Country roads beginnen.
Am ersten Tag begann kurz nach dem Frühstück der Flugbetrieb am Flughafen Wesponia zwischen Bienenhausen und Mücken-Schnakenau massiv zuzunehmen und sich sehr juckend auf alle Teilnehmer auszuwirken. Nicht mal unser Geruch konnte sie abschrecken !!!
Unvergessen bleibt unser tolles Frühstücksfernsehen des Kanals KUH-TV, das direkt neben unserem Zeltplatz live übertragen wurde und auch mit einem kräftigen MUH die Zustimmung des Publikums fand. Absoluter Star jeder Sendung war unser unvergessener Haaaaaannnsssiii!!!
Um auch der Fröhlichkeit die Türen zu öffnen, versuchten wir es mal mit singen, aber das war nicht so ihre Stärke, so daß man meinen konnte, Kit-Kat-Man ist überall, dafür war aber die Lautstärke unübertroffen.
Natürlich machten wir auch die nähere und weitere Umgebung unsicher mit einem Geländespiel im Wald und einem Stadtspiel in Offenburg. Beim Stadtspiel gab es zu Beginn ein rohes Ei, das galt es so oft wie möglich in andere Gegenstände einzutauschen. Der Rekord lag bei 25 Tauschaktionen, angefangen von einem rohen Ei über Kugelschreiber, Luftballons, Bücher, Kalender, Dekorationsmaterial und viele Geschenke.
Artur Wehrle, der Ohlsbacher Förster, erzählte uns viele interessante und lehrreiche Dinge über den Schwarzwald. Wie man Holz sinnvoll anbaut und verwertet, damit das Waldsterben aufgehalten oder zumindest verlangsamt werden kann. Einige Waldbewohner brachte er mit und zeigte uns an Hand dieser Tiere, wie sie präpariert wurden. Zum Abschluß machten wir mit ihm noch einen Waldspaziergang, bei dem uns seine beiden Jagdhunde durch den Wald zerrten.
Da der Bach beim Lagerplatz nicht ausreichte und auch das mehrstündige Staudammbauen bei 35°C nichts nutzte, beschlossen wir, es einfach mal im Freibad zu versuchen. Wir stellten fest, daß es in Offenburg und Gengenbach zwar recht voll war, aber danach sahen alle Teilnehmer wieder recht sauber und glänzend aus. Auch der Geruch war wieder menschenähnlicher, allerdings nutzte das nicht sehr viel bei dieser großen Hitze.
Über unsere nächtlichen Besucher haben wir uns auch immer wieder gefreut, denn es kommt einfach Spannung unter den Teilnehmern auf, wenn es darum geht, unseren Zeltlagerbanner zu beschützen. Allerdings nahm die Zahl der Überfälle dieses Jahr recht stark ab, wir wollen uns aber trotzdem bei allen bedanken, die sich immer wieder zu solchen Aktionen entschließen können, denn es gibt ja jedesmal Pudding als Belohnung. Wir lassen uns auch nächstes Jahr gerne wieder überraschen.
Nach einer Woche Lagerleben kennt man sich schon recht gut, hat neue Freundschaften geschlossen, dennoch muß man sich auch wieder trennen, deshalb feierten wir am letzten Abend einen gemeinsamen Abschluß. Der Abschlußabend begann mit einem Festbuffet und einem Programmteil, der überwiegend von den Teilnehmern gestaltet wurde.
Am nächsten Tag heißt es dann Abschied nehmen, denn auch das schönste Zeltlager geht einmal zu Ende.
Bis nächstes Jahr!
Gisela und Markus