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Bericht vom ersten IIer–Treffen in diesem Jahr

 

Am 22. Januar 2000 machte sich eine Schar Tanzfreudiger auf den Weg in die Juhe Villingen, um bei niederbayrischen und österreichischen Ländlern auch demokratischen Gepflogenheiten zu frönen. Die gesamte Leitungsgruppe wurde neu gewählt. Um zahlreiche Beteiligung wurde im Anschreiben gebeten, denn nur wer wählt, kann auch mitentscheiden. So waren wir schließlich 30 Teilnehmer.

Als Gastreferent wurden Petra und Werner Schabus aus Passau gewonnen. Werner ist eigentlich Kärtner, also noch weiter von unserem Dialekt entfernt. So mancher muß höllisch aufpassen, daß er alles mitbekommt. Das Gstanzl-Singen fällt uns schwer, gehört aber dazu wie das Salz zur Suppe. Was schwätzt man denn da eigentlich? Des reimt sich ja gar nicht. Ich habe jedenfalls meine liebe Not damit, ohne Liedblatt Melodie und Text zu behalten. Der Spaziergang ist leicht bewältigt, dann drahns dīMaderln und dīBurschen boschen hintnoch. (Etymologie: Klatschen =- batschn = botschn = boschen).

Dann gehtīs an die gordische Knotung samt Auflösung: In Zweihandfassung wird kräftig Schwung geholt, beide Hände an die linke Hüfte, rückwärts unten durchdrehen, nochmals unter den Händen durchdrehen, endlich hoch, die gequälten Bandscheiben wieder zurechtrücken, wo ist jetzt eigentlich die Tanzrichtung, freundlich lächelnd sīMaderl nochmals drillen, fertig entknotet. Vermißt habe ich aber bei den vielen Ländlerfiguren das von mir so heiß geliebte Fensterln, warīs Zufall oder gehört das da nicht rein? Drei Mädel von einer Musikantengruppe (E-Musik), die gleichzeitig im Hause waren, machten noch mit zu ihrer und unserer Freude, da warīs denn richtig voll auf der Tanzfläche.

Gewählt wurde am Sonntag vormittag, nachdem keiner mehr tanzen konnte. Der Einfachheit halber wurden die bewährten Kräfte, die nochmals, aber dieses Mal zum letzten Mal sich bereit erklärten, solch ein Ehrenamt zu übernehmen, per Akklamation mit überwältigender Stimmenmehrheit gewählt, nur Rudi, für Musik zuständig, ist Neueunsteiger. Das weitere Team ist:

Götz und Usch Leitung

Sabine technische Leitung

Gisela und Helga Kasse

Helga Protokoll

Veronika Werken

Herbert Singen

So ist das halt mit dem Ehrenamt:

Willst du froh und glücklich leben,

laß kein Ehrenamt dir geben.

Wieviel Mühe, Sorgen, Plagen,

wieviel Ärger mußt du tragen.

Ohne Amt lebst du so friedlich

und so ruhig und gemütlich.

Soll dein Kopf dir nicht mehr brummen,

laß das Amt doch andern Dummen!

Allgemein begrüßt wurde das Faltblatt mit den Terminen und Themen des Ier und IIer Kreises. Helga gab noch die Anregung, die umliegenden Tanzgruppen am jeweiligen Tagungsort nochmals extra einzuladen, auch wenn sie nicht zur AG gehören. Vielleicht gelingt es auf diese Weise, eher ausreichend Teilnehmer zu mobilisieren.

Nach dem Mittagessen legten wir noch eine letzte Tanzrunde zum Verinnerlichen ein, dann machte sich jeder auf den Heimweg.

 

Viktor Kubrak


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