Kindervolkstanzgruppe Neckartailfingen vertritt Europa
Am 20. September 2000 wurde in Stuttgart der Weltkindertag gefeiert. Aus diesem Anlaß hatte die Jugendkunstschule Stuttgart eine Skulptur mit dem Thema "Kinder bauen die Welt" gebaut. Dabei wurden die 5 Kontinente als Säulen dargestellt mit einem tanzenden Kind an der Spitze. Die Skulptur war sehr farbenfroh und zeigte auch Tiere aus den entsprechenden Ländern.
Um die Skulptur lebendig werden zu lassen, gestaltete Christoph Haas ein Rahmenprogramm. Er ist Musiker, Komponist und Rhythmuslehrer und bietet auch einen Lehrgang über den Volkstanzrat an. Dadurch war der Kontakt zum Schwäbischen Albverein geschaffen und es lag nahe, den Kontinent Europa durch eine schwäbische Tanzgruppe zu repräsentieren.
Natürlich waren auch Vertreter der anderen Kontinente da. So repräsentierte Thomas A. Eyison, der bei den Volkstänzern durch die Tanzwerkstatt in Dürrwangen bekannt ist, Afrika. Für Asien konnte Qui-Rea Hauke aus Korea gewonnen werden. Australien wurde von den zwei Didgeridoo-Spielern Ilja Sibbor & Ralf Gauckel verkörpert. Amerika wurde ebenfalls von einer Kindergruppe, nämlich den Samba-Kids, die nach brasilianischen Rhythmen tanzten, vertreten.
Gestartet wurde zunächst mit einem Einzug, den die "Banda Maracatu", eine Trommlergruppe um Christoph Haas, anführte. Von der Jubiläumssäule am Schloßplatz über die Königstraße ging es in den Innenhof des Alten Schlosses, wo bereits die Skulptur der Kunstschule stand. Nach einigen Dankesworten an die Künstlerkinder repräsentierte sich jeder Kontinent durch einen vorgezeigten Tanz und einen Mitmachtanz.
Nach Afrika und Asien waren die Neckartailfinger dran. Die Gruppe besteht derzeit aus 14 Kindern im Alter zwischen 6 und 7 Jahren. Mit Unterstützung von 2 Paaren der Jugendgruppe wurde der "Schustertanz" vorgetanzt. Anschließend wurde die "Toemba" mit den anwesenden Kindern und Erwachsenen in mehreren Kreisen getanzt.

Nach Australien und Amerika erfolgte ein Finale, in dem auch unsere Musiker Sigrid und Erwin beweisen konnten, was sie drauf haben. Alle Instrumente, so gegensätzlich sie auch waren, vereinten sich zu einem Rhythmus, der sich hören lassen konnte. Mit einer Polonaise durch den Schloßhof wurde die Veranstaltung beendet.
Am Sonntag, 24. September 2000, fand dieselbe Veranstaltung im Rahmen des Kultursonntags nochmals statt. An diesem Tag konnten auch mehr Eltern unseren Auftritt miterleben. Alles in allem hat es allen Beteiligten viel Spaß gemacht.
Ulrike Fischer