Tanzsunntig in Gurtweil
im südlichsten Zipfel unseres Bundeslandes
am schönsten Frühlingstag des ganzen Jahres
Die Fahrt nach Gurtweil war schon ein Erlebnis. Über den Schwarzwald, bei strahlend hellem Sonneschein. Plötzlich, bei Menzenschwand, sind die Schweizer Alpen zu sehen, als wären sie gerade mal zum Greifen nah. Schneebedeckt. Fernweh?
Doch die Zeit drängt, in Gurtweil im Klettgau wartet der Tanzsunntig schon. Und auch die Halle ist schon gefüllt, Reinhold Fink, seit Jahren der Tanzleiter dieses Festes, begrüßt zusammen mit Johanna Gärtner noch Gäste. Doch bald schließen sich die Türen, die Tänzer strömen zur Tanzfläche. Die Musiker vom „Oberen Neckar" sind gerichtet für den Auftanz.

Gleich 16 Paare stellten ich für den Bändertanz auf. Und was Reinhold Fink nicht wissen konnte, fast wie mit der versteckten Kamera, hatten sich zwei Paare dazugemischt, die den Tanz noch nie getanzt haben. Doch in aller Ruhe, professionell schaffte Reinhold es auch, daß dieser Tanz sein gutes Ende fand. Na, immerhin war das nur einer der versteckten Scherze, denn zum ersten mal fand der Tanznachmittag am ersten April statt. Spitzbübisch grinsten die Musiker von Oberer Neckar, als sie aus diesem Grund auch für den Sprötzer Achterrüm die Sternpolka anspielten.

Den Kindern auf jeden Fall gefielen die vielen schönen Tänze mit Reinhold, der dazu sogar selbst sang, von Hänsel und Gretel, Birn und Appel.
Zum Hausschlüsseltanz spielten die „Schwaben vom Oberen Neckar" (Orginalton Werner Vogel) dann doch die schwäbische Nationalhymne vor badischen Fahnen. Nach so vielen schwäbischen Musikern, badischen und Schweizer Tänzerinnen und Tänzern fehlte eigentlich nur noch die Schweizer Fahne, fand der Vorsitzende des Festvereins. Sonst hätte alles wunderbar geklappt, dankte er den Aktiven. Aber für sie will er bis zum nächsten Tanzsunndig in Gurtweil auch noch sorgen.
Albert Schulze
